Der Rückzugsort des Duce
Im 20. Jahrhundert mit seinen modernen Kriegswaffen musste ein Rückzugsort vor allem bombensicher gegenüber Luftattacken sein. Als Standort wurde schließlich ein Weinkeller unter einer Römischen Villa, die der Diktator einer Adelsfamilie hatte abnehmen lassen, ausgewählt und zum Bunker umgebaut.
Ein Bunker als Touristenattraktion
In diesen Tagen wurde nun der unterirdische Bunker Mussolinis für die Allgemeinheit geöffnet. Einer der ersten Besucher war Roms amtierender Bürgermeister Ignazio Marino. Mit der Öffnung des Bunkers geht die Hoffnung einher die Attraktivität Roms mit einem weiteren Besuchermagnet zu stärken.
Dieses Kalkül könnte aufgehen, denn in Italien genießt die Person Mussolinis auch heute noch Aufmerksamkeit. Der Duce selbst glorifizierte seine Herrschaft bereits früh als Glaube an den Glanz einer glorreichen Vergangenheit. Um diese Ideologie populär zu machen überschlugen sich die gleichgeschalteten Massenmedien seinerzeit und erzeugten einen Duce-Mythos, der immer noch nachwirkt.
Die Architekten Mussolinis scheuten keinen Aufwand, um an der Stelle des ehemaligen Weinkellers einen unterirdischen Bunker mit meterdicken Wänden und luftdicht schließenden Sicherheitstüren zu bauen. Abgesehen von dem Bauwerk kann der Besucher auch eine Maschine besichtigen die zum Schutz vor feindlichen Gasangriffen für Entgiftungszwecke konstruiert wurde. Insgesamt dürfte die Szenerie des Bunkers unter der Villa Torlonia beklemmend wirken und damit ein besonderes Besuchserlebnis bieten.
Mussolini selbst hatte wenig Gelegenheit das Bauwerk zu nutzen denn seine Entmachtung fand bald nach Fertigstellung des Umbaus statt.
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